Anreise zur 2. Etappe unserer Panamericana-Reise (29.8.- 17.9.2019)

Endlich geht’s wieder los! Ich versuche in regelmässigen Abschnitten wie gewohnt über wichtige und unwichtige Dinge zu berichten.

Unsere Rückreise im April 2019 war sehr lange und anstrengend, weshalb wir eine andere Anreisemöglichkeit gewählt haben. Es gibt ja so viele schöne Orte die zwischen Wien und Mendoza liegen.

Von Wien fliegen wir zuerst nach Memphis, Tennessee und fahren mit einem Mietauto gleich weiter nach Nashville, um das Mekka aller Country Fans, die Grand Ole Opry, zu besuchen. Seit beinahe 100 Jahren wird täglich aus der Opry eine Country Music Sendung live im amerikanischen Radio übertragen.  In dieser zweistündigen Sendung treten meisten 7-8 Interpreten auf. Die bekanntesten unserer Uebertragung waren Vince Gill, Martina Mc Bride und die Oak Ridge Boys. Es war ein einmaliges Erlebnis.

In Nashville ist auch das Museum von Jonny Cash sowie der Hall of Fame der Country-Music beheimatet. Nashville eine sehr saubere und lebenswerte Stadt. Nicht umsonst ziehen seit einigen Jahren im Durchschnitt 100 Personen täglich in diese Stadt, d.h die Stadt wächst jährtlich um über 35’000 Personen an und boomt.

In der Innenstadt ist die Honky Tonk Row die Partymeile der Stadt. Kaum zu glauben, was hier am Freitag und am Samstag los ist, überall Musik und gute Laune. Weitere Rows (Reihen) sind die Music Row (Tonstudios) und die Hospital Row (7 grosse Spitäler jedes so gross wie das AKH). Mit über 23’000 Angestellten der grösste Arbeitgeber der Stadt.

Von Memphis aus schippern wir mit einem Riverboat den Mississippi bis New Orleans runter. Vor der Abfahrt besuchen wir natürlich noch Graceland, den ehemaligen Wohnsitz von Elvis Presley. Kaum zu glauben, dass sein Tod schon mehr als 40 Jahre zurückliegt. Die Nachkommen vermarkten seinen Nachlass nach amerikanischen Massstäben sicher sehr erfolgreich. Für uns teilweise „too much“.

Von der Grösse des Mighty Mississippi sind wir schon überrascht, ebenso von den angelaufenen Ortschaften, Greenville, Vicksburg, Natchez, und Saint Francesville, die alle in der amerikanischen Geschichte vor 1900 eine bedeutende Rolle gespielt haben , heute aber klein und unbedeutend sind. Ganz im Süden um Baton Rouge besichtigen wir einige Plantagen. Erstaunlich in welchem Reichtum die Besitzer um 1850 schon lebten, leider mit dem bitteren Beigeschmack der Sklaverei. Die meisten der wunderschönen Häuser wurden von Sklaven erbaut. Nach dem Ende des Bürgerkrieges (civil war 1861-1865) wurde die Sklaverei von Präsident Abraham Lincoln verboten.

New Orleans ist ein bekannte Touristenattraktion in den USA. Die 1718 von den Franzosen gegründete Stadt wechselte mehrmals die Besitzverhältnisse. Die Einflüsse der Franzosen, Spanier und Briten sind heute noch ersichtlich und spürbar. Die Leute sprechen ein französisches Englisch und die Küche ist kreolisch und cajun und schmeckt sehr lecker.

Von New Orleans aus mieten wir ein Auto und fahren an am Golf von Mexico entlang nach Westen. Dass wir nicht mehr in Europa sind wird uns nochmals bewusst, als wir auf dem Highway einen überfahrenen Aligator sehen und eine etwas makaber anmutende Werbung eines  Bestattungsunternehmens

Fahren Sie vorsichtig, WIR haben Zeit

In San Amtonio, Texas, besuchen wir die  historische Mission Alamo, wo 1836 im texanischen Unabhängigkeitskrieg 6000 Mexikaner die Mission/Fort nach tagelangen Kämpfen einnahmen. Die 200 Verteidiger wurden bis auf einen Mann alle getötet. Im weiteren bietet San Antonio mit dem Riverwalk für amerikanische Verhältnisse eine sehr schöne Innenstadt.

Von Houston (Kompliment an Martha für die anspruchsvolle Stadtdurchfahrt bis zum Flughafen) fliegen wir nach Panama City und machen eine Stadtrundfahrt.

Andertags gehts weiter nach Mendoza. Wir freuen uns auf unser Auto und die Freunde in Argentinien und ganz speziell auf Santiago und Ana aus Uruguay, die extra einfliegen und mit uns vom  23. und 27.9.  einige Tage verbringen werden.

Anstatt 24 Std nonstopp durchzufliegen, dauerte unsere Anreise nun 20 Tage.

 

Ein Kommentar

  1. Ihr Lieben, wir sind begeistert von eurem ersten Bericht. Die Anreise nach Mendosa habt ihr aber sehr ausgiebig verlängert. Super!!!! Ihr habt recht.
    Wir verfolgen eure Reiseroute mit Freude. Eine gute Fahrt wünschen wir euch weiterhin. Liebe Grüße Karl und Angelita

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