Montevideo (8.10. – 21.10.2018)

Ueber den Rio de la Plata sind wir nach 2 1/4 Std. mit dem Buquebus Katamaran am frühen Abend in Montevideo angekommen. Auch hier wohnen wir in einer Airbnb-Wohnung an der Salto 1003 im Stadtteil Palermo.

Gegenüber Buenos Aires fühlt sich die Hauptstadt Uruguays (immerhin rund 1.5 Mio Einwohner) wie ein verschlafenes Provinzstädtchen an. Wir brauchen 1-2 Tage um uns daran zu gewöhnen. Danach schätzen wir es, dass  die Alt- und Innenstadt zu Fuss erkundet werden kann. Im Prinzip gibt es nur die Fussgängerzone durch die Altstadt (Ciudad vieja) hinunter zum Mercado del Puerto, wo wir wieder ausgezeichnete Fleischgerichte (Asado) essen können.

Das Leben in Montevideo spielt sich an der Rambla am Meer, am Strand und in den vielen Parks ab. Jetzt im Frühling ist es wie bei uns, die Leute geniessen die Sonne und einige gehen sogar schon baden. Ebenfalls ein Highlight sind die Quartiermärkte.  Der grösste Markt findet jeweils am Sonntag statt (Feria de Tristan). Darin  verbringen wir mehrere Stunden nach der Suche nach Etwas, was wir sowieso nicht brauchen.

Jeweils am Sonntagabend ab 17.00 Uhr findet in unserem Quartier, ein Candombe und Samba-Umzug statt. Candombe ist ein Tanz zu Trommeln und wurde von den schwarzen Sklaven eingeführt und gilt heute als Tradition. Es ist wirklich faszinierend, den Tänzern und Tänzerinnen zuzusehen.

Natürlich führen wir unseren Spanisch-Unterricht in Montevideo fort. Mit unserem Lehrer, Gustavo, haben wir pro Einheit für uns wichtige Schwerpunkte festgelegt: Ristorante, Autopista, Camping, Desperfecto mecanico und Supermercado. Ich glaube, wir sind für die Reise gut gerüstet.

Nach einer Woche haben wir uns ein Auto gemietet, um die Küstenregion zu erkunden. Uruguay lebt zu einem grossen Teil vom Tourismus der noblen Küstenorte Pirapolis, Punta del Este, La Paloma, Cabo Polonio und Cabo Diablo. Insbsondere Punta del Este ist sehr luxeriös und gepflegt.  Von Dezember bis Februar (im südamerikanischen Sommer) sind diese Orte von reichen Argentiniern und Brasilianern überlaufen. Zu unserer Zeit ist alles noch recht ruhig und angenehm.

Unsere Ziele sind nicht die Touristenorte, sondern die Festung Santa Teresa (1764 gegründet) und die Festung San Miguel. Die Grenze zwischen Brasilien und Uruguay verläuft mitten durch die Stadt  Chuy, wobei die Strasse in Uruguay geteert und die von Brasilien naturbelassen ist. (obwohl alle sagen, Brasilien hätte genügend Geld für eine richtige Strasse).

Die Landschaft Uruguays ist grösstenteils flach mit kleinen Hügeln. Es gibt im ganzen Land keine höhere Erhebung als 500 m. Immerhin ist Uruguay doppelt so gross wie Oesterreich (und viermal so gross wie die Schweiz) und zählt nicht einmal die Hälfte Einwohner der beiden Vergleichsländer. Davon leben mehr als 1/3  in Montevideo.

Aufgrund der ländlichen Verhältnisse sind die Fahrkünste von Martha noch nicht gefragt, wobei erwähnt werden darf, dass die Einheimischen sehr gesittet fahren.

Futbol

Alle südamerikanischen Länder sind fussballbegeistert. In jedem Reiseführer steht, dass man einmal im Leben einen Superclasico erleben sollte. Gustavo, unser Spanischlehrer, besorgt uns Tickets und begleitet uns zum Spiel Nacional : Penarol. Diese beiden Mannschaften bestimmen seit Jahrzehnten den uruguayanischen Fussball. Vom Fussballerischen  sehen wir kein hochstehendes Spiel (Ergebnis 1:1). Die Stimmung ist jedoch grandios. 90 Minuten lang Trommeln, Gesang und  Hüpfen. Es ist einfach toll.

Fazit:  Uruguay beeindruckt uns mit seinen schönen Stränden, vielen grossen Parks und mit angenehmen Leuten, insbesondere Gustavo, ein ganz liebenswürdiger Kerl.

erl.

 

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