Ushuaia – El Calafate (5.12. -18.12.2018)

Nach der Kreuzfahrt bleiben wir noch zwei Tage in Ushuaia, um unsere Kleider zu waschen und die Weiterreise vorzubereiten.Wir fahren den Beagle Canal ostwärts bis zur ältesten Estancia von Tierra del Fuego, Estancia Haberton, raus. Landschaftlich wunderschön ursprünglich.

Ueber den südlichsten Andenpass den Paseo Garibaldi verlassen wir die Region  Ushuaia. Vor Rio Grande biegen wir von der Ruta 3 ab und fahren in westlicher Richtung auf einer wenig befahrenen Piste durch wild ursprüngliche Wälder. Die kleine Grenzstation „Bella Vista“ liegt irgendwo in der Mitte der Isla Grande. Wir sind die einzigen beim Zoll und unsere Daten werden in ein grosses Buch eingetragen. Der Computer steht unbenützt daneben. Als ich den chilenischen Beamten darauf anspreche, dass es hier sehr ruhig sei, erklärt er ganz entrüstet, dass wir heute bereits das 5. Auto und ebenfalls 7 Motorräder durchgefahren sind. Es ist ja erst 16.00 Uhr.

In Porvenir nehmen wir die Fähre über die Magellanstrasse nach Punta Arenas. Punta Arenas  ist sehr gepflegt und nett. An den prunkvollen Kolonialhäusern sieht man, dass dies einmal eine sehr reiche Stadt war. Der Mercado, die Plaza de Armas mit der Kirche und der Friedhof, ein Mini-Ricoleta, sind ebenfalls sehr sehenswert. Weiter südlich geht es nur noch rund 80 km bis wir den „fin del camino“ erreicht haben. In der Nähe besuchen wir das Fuerte Bulnes. Die erste Festung in dieser Region um 1844.

Für uns geht es jetzt nur noch Richtung Norden. Ueber Puerto Natales fahren wir in den Nationalpark Torres del Paine. Wir bleiben 3 Nächte im Park und machen kleine Wanderungen. Bei schönem Wetter ist die Landschaft ein Traum. Mit anderen Overlandern geniessen  wir einen milden Abend am See. Wir treffen die französische Familie wieder, mit denen wir in Cabo Raso einen schönen Abend verbracht haben. Leider darf man im Park nur an vier Plätzen frei stehen und diese sind alle recht dem Wind ausgesetzt. Als wir ins Bett gingen war alles noch sehr angenehm, dann aber kam der patagonische Wind. Der war diesmal so heftig, das wir um 03.00 Uhr unser Dach herunterliessen und unten am Boden schliefen. In unserem Alter äusserst unbequem.

Der Wind flaute auch andertags nicht ab und so verlassen wir den Park und fahren erstmals auf der Original Ruta 40 über die endlose patagonische Ebene Richtung El Calafate. An der Grenzstation Don Guillermo müssen wir uns gegenseitig halten, um überhaupt vom Auto in das Grenzgebäude zu kommen. In El Calafate gönnen wir uns einen gut ausgestatteten Campingplatz und ein feines argentinisches Steak.

Nach einem Tag Erholung besuchen wir den Nationalpark Los Glaciares mit dem Perito Moreno Gletscher. Ein absolutes Highlight. Wir werden Weihnachten in El Calafate oder El Chalten verbringen. Wir wünschen Euch allen eine frohes, besinnliches Weihnachtsfest.

3 Kommentare

  1. Mit grossen Interesse verfolgen wir Eure Reise und wenn wir die Bilder betrachten haben wir das Gefühl mir Euch mitzufahren, wahrscheinlich werden wir die Antarkts nicht mehr sehen, so bleibt nur die Erinnerung an die gemeinsame Reise. Aber es freut uns das Ihr es diesmal geschafft habt.

    Wir wünschen Euch Frohe Weihnachten und einen Guten Rutsch ins Neue Jahr

    Christl & Pepi

  2. Eure Reiseberichte und Fotos lesen wir mit sehr großen Interesse – Bilder sind wunderschön!

    Wir wünschen euch Frohe Weihnachten und einen Guten Rusch ins Neue Jahr!
    Edith und Erich

  3. Hallo Martha, hallo Hans,

    Tanja hat mir euren Blog zugeschickt.
    Ich finde es sehr spannend eure Reise zu verfolgen. Sie weckt in Markus und mir schönebErinnerungen an Argentina.

    Wir verbringen Weihnachten in Whyalla und schicken euch liebe Grüße und schöne Weihnachten.

    Wir haben das Weihnachtsessen leider schon hinter uns!

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