Valdes – Ushuaia (10.11. – 19.11.2018)

 

Für die 1900 km nach Ushuaia nehmen wir uns 8 Tage Zeit. Patagonien ist flächenmässig die grösste Provinz des achtgrössten Landes der Welt. Es ist bekannt, dass die Ostküste mit der Ruta 3 wenig Sehenswürdigkeiten bietet ausser Weite, Weite und gelegentlich Polizeikontrollen.

Nach der Frage:A donde eres? Suiza/Austria werden wir durchgewinkt. Die insgesamt über 3000 km lange Strasse hat ihren eigenen Reiz.

Immer wieder biegen wir auf Nebenstrassen ab. In Cabo Raso verbringen wir im Einfamilien-Dorf mit 4 französischen Paaren einen netten Abend und lassen uns von Eduardo bekochen (er hat für die Gruppe ein Lamm gegrillt). In der Nacht stehen wir windgeschützt hinter einem alten Militärbunker. 100 km südlich muss es in der Nacht stark geregnet haben und Marthas Fahrkünste sind gefordert. Es fällt uns schwer auf ebener Strasse vorwärts zu kommen. Die Strasse ist unglaublich tief und seifig. In der nächsten Ortschaft lassen wir das Auto waschen.

Weiter südlich machen wir einen Abstecher zum Bosque Pertificado Monumento. Der kleine Park mit versteinerten Andentannen ist eindrücklich. Aufgrund von Vulkanausbrüchen wurden die Bäume mit einer Ascheschicht überzogen und sind über die Jahrhunderte versteinert. Wir können bis zu 30 m lange Exemplare mit einem Durchmesser von 3 m  bestaunen.

Nach Uebernachtungen in San Julian und Rio Gallego fahren wir hin und zurück 5 Std. zum Cabo Virgenes, nur um ein Foto vom Startpunkt der Ruta 40 (km 0 der Panamericana) machen zu können (wir sind echte Freaks). Am Abend übernachten wir vor der Grenze zu Chile beim Kratersee Laguna Azul. Wir stehen ungeschützt im sehr heftigen Patagonien-Wind. Es rüttelt kräftig, aber das Zelt hält.

Bis hierher konnten wir kurze Hosen tragen und nun holen wir die Winterkleider hervor. Anderntags überqueren wir die Grenze zu Chile. Sie beschlagnahmen zwei Zitronen und zwei Zwiebeln. Den Honig aus Oesterreich lassen sie uns ausnahmsweise. Die Formalitäten an vier verschiedenen Schaltern gehen reibungslos. Wir haben schon etwas Erfahrung. Wir überqueren die Magellan-Strasse mit einer Fähre und nach 150 km kommen wir wieder zum Zoll Chile/Argentinien. Ja keinen Stempel vergessen, sonst muss man zurück und diesen holen.

An einer geschützten Klippe mit Sanddünen übernachten wir besser windgeschützt  Wir lernen schnell. Die restlichen 250 km sind ein Kinderspiel. Beim Pass Garibaldi vor Ushuaia haben wir leichten Schneefall.

Auf dem Tierra del Fuego ist es bedeutend kälter und wir müssen einheizen. Super – die Heizung funktioniert. Das Wetter wechselt stündlich. Von Sonnenschein – Regen – leichten Schneefall.

Wir fahren in den NP und stehen zwei Nächte an der schönen Laguna Verde. Machen kleine Spaziergänge und geniessen die Natur. Auch die Stadt Ushuaia erkunden wir und bereiten uns auf die Kreuzfahrt vor.

3 Kommentare

  1. Euer Auto schaut wirklich super aus. Ich nehme an ihr bereitet euch schon auf eisige Zeiten vor! Liebe Irene am 29.11.ist Weihnachtsfeiertag im LBK – du wirst uns fehlen. LG und eine schöne Zeit in Ushuaia Christine

  2. Liebe Irene, lieber Hans!
    Ihr seid ja flott unterwegs.
    Spannend sind eure Berichte auf die wir schon immer warten.
    Für eure Kreuzfahrt wünschen wir euch alles Gute und natürlich das schönste Wetter!
    Na dann gute Fahrt und liebe Grüße Karl und Angelita

  3. Hallo Martha und Hans! Eure Reise ist sehr beeindruckend. Sehen uns die Bilder sehr interessiert an – sehr beeindruckend! Wünschen euch weiterhin eine schöne Reise!
    Liebe Grüße Edith und Erich

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